Blogparade – Die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens

FINALE ZUSAMMENFASSUNG

(20.5.2016)

Die 6 Wochen der Blogparade sind schnell vergangen! “Dank” der diversen Mai-Feiertage hatte ich dazwischen sogar einmal eine Woche komplett “übersehen” und keine Zusammenfassung erstellt.  😉

Heute ist es nun doch Zeit geworden für mich als Initiatorin dieser Blogparade abzuschließen: insgesamt sind 4 großartige Beiträge eingelangt, die vieles aus AutorInnensicht aufgeklärt und erklärt haben, und bei LeserInnen umso mehr Fragen und Ideen aufgeworfen haben. Das war mein Wunsch und Ziel – mission accompished!

Es ist sehr gut sichtbar geworden, dass zu wissenschaftlichem arbeiten, wissenschaftlich arbeiten lehren und wissenschaftlich schreiben längst noch nicht alles so klar ist, wie viele meinen! Besonders auch durch die völlig veränderten mobilen Arbeitsweisen, aufbrechende Hochschul- und Studienstrukturen und andere Gesellschafts- und Lebensformen, die nun eben Realtität sind, sind neue Herausforderungen an Lehre, Abschlüsse, Arbeitsmarkt und Forschung entstanden.

 

Time to say goodbye!

Ich bedanke mich nochmal auf das Herzlichste bei allen Autorinnen und Autoren

Dr.in Andrea Klein, Blog “Wissenschaftlich Arbeiten lehren”

Ingrid Scherübl, Schreibaschram Berlin

Dr. Nils Müller, Blog “Digitales Wissenswerk”

Dr. René Merten, “Absolventenakademie Wien”

IMG_4981(Abb. “IMG_4981” von Tobias Wutzow @ Flickr)

und allen weiteren mitlesenden und kommentierenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Interessentinnen und Interessenten auf Facebook und in den diversen Social Media-Kanälen. Ohne Sie alle wäre diese Idee nicht Realität geworden! Danke!

 

Alles aus, Schluss und vorbei?

Nicht ganz! Ich prüfe schon einige Möglichkeiten, wie wir dieses Thema kollaborativ und kooperativ weiterführen können (eventuell als eBooklet?). Mehr Informationen dazu, sobald ich ein Exposé meiner Ideen zusammengefasst habe.

Wer nicht bei dieser Blogparade aktiv teilgenommen hatte aber zukünftig dennoch an diesem Werk beteiligt sein möchte, möge sich sehr gerne bei mir melden, ich freue mich immer über neue Inputs und Ideen und Kooperationen!

 

 

Einladung zur Blogparade
Informationen zur Blogparade

Zusammenfassung Woche 1
Zusammenfassung Woche 2
Zusammenfassung Woche 3
Zusammenfassung Woche 4
Zusammenfassung Woche 5

 

Zusammenfassung Woche 5

(5.5.2016)

Den Begriff Schreibaschrams hatte ich erst vor kurzem das erste Mal gehört. Kollege René Merten sprach vor einiger Zeit in Wien auch schon über seinen Besuch im Kloster und was er dabei an wertvollen Erkenntnissen mitnehmen konnte.

Da mir alles rund um’s Schreiben sehr “nahe geht”, fand ich diese Idee sich gezielt zurückzuziehen, um in angenehmer Atmosphäre aber nicht unbedingt komplett alleine und abgekoppelt von allem, gleich sehr sympathisch und  spannend.

(Abb.: leitet Schreibaschrams, Schreib-Sweatshops u.a. tolle Schreibevents für
Studierende und andere Schreibende – Ingrid Scherübl;
(c) schreibaschram.wordpress.com
)

Ingrid Scherübl aus Berlin stellt im neuen Beitrag “Schreib-Leben oder die sanfte Revolution” in der Blogparade diese neue-alte Methode und ihre Vorzüge auch und gerade für wissenschaftliches Schreiben vor. Die Betonung des Prozesses als Hauptaufgabe (anstatt Abrackern an Methoden und Techniken) wie auch viel konstruktives Feedback machen die Schreibaschrams aus.

 

Zusammenfassung Woche 4
(1.5.2016)
Und schon ist ein ganzer Monat Blogparade um! Hat doch gerade erst begonnen, Wahnsinn, oder! Diese Woche hat sich auch zur “Frage der Woche” einiges getan. Ich hatte gerade wieder einen Artikel zur Unlust(?) der Studierenden im Studium zu lesen, gesehen und die gaben eine Liste an Empfehlungen aus.

Zuerst dachte ich – “ist das nicht kontraproduktiv, wenn jemand (angeblich) eh schon nicht gerne liest, ihr/ihm auch noch hunderte Empfehlungen von “must-reads” nahezulegen?!” Aber es geht ja hier um GUTE und lustvoll zu lesende Werke!

Meine Frage der Woche an Sie lautete daher auch – 1) stimmt das überhaupt, dass Studierende weniger lesen? Wie ein Kollege in der Facebook-Gruppe richtig anmerkte, kann das eventuell sein, muss aber auch gar nicht, denn es haben sich ja auch Art und Medien des Literaturkonsums vor allem in den letzten Jahren sehr stark geändert.

Teil 2 der Frage der Woche lautete: welche (populär-)wissenschaftlichen Bücher haben Ihnen gefallen und können Sie Studierenden daher sehr ans Herz legen? Weil sie z. B. Hintergründe zu Forschung oder leicht zu lesende thematische Informationen usw. enthalten.

In diversen Kanälen zusammengetragen haben wir dann folgende Werke als kleine Auswahl:

Leider mussten wir auch feststellen, dass es nur wenige Frauen gibt, die über ihre wissenschaftliche Tätigkeit bzw. generell über spannende Themen, die die Gesellschaft bewegen (sollten) geschrieben haben oder schreiben. Langsam bessert es sich allerdings. Zu nennen sind z. B.

  • Ida Pfeiffer
  • Renée Schröder
  • Helga Nowotny
  • Bücher über Hedy Lamarr

Eine Empfehlung, wo man sich über alte bzw. auch neue Werke rund um Wissenschaft bzw. von WissenschafterInnen informieren kann, kam auch rein:

 

(27.4.2016)
Aus Bielefeld (D) erreichte mich ein weiterer toller Artikel für unsere Blogparade:  “Wissenschaftliches Schreiben als Handwerk. Dr. Nils Müller ist Schreibberater an der FH Bielefeld sowie Autor und Herausgeber diverser Blogs, u. a. dem Digitalen Wissenswerk zu Techniken wissenschaftlichen Arbeitens.

(Foto: Soziologe und Schreibberater an der FH Bielefeld, Dr. Nils Müller; (c) N. Müller)

 

Besondere Resonanz hat für mich persönlich dieses Zitat von Richard Sennett aus dem im Artikel vorgestellten Buch “The Craftsman” ausgelöst:

„Every good craftsman conducts a dialogue between concrete practices and thinking; this dialogue evolves into sustaining habits, and these habits establish a rhythm between problem solving and problem finding.“

Es geht eben nicht nur um das Handwerk Schreiben im Sinne von “ich kenne alle Elemente und baue mir jetzt einen netten wissenschaftlichen Text”, vielmehr ist das Denken, der Dialog, der Rhythmus mit dem Thema, das es letztlich ausmacht. Und auch Spaß macht!

 

Auf Facebook sammle ich im Rahmen der “Frage der Woche No. 3” Tipps für mehr/bessere Literaturarbeit mit Studierenden. Welche Werke – populärwissenschaftlicher oder wissenschaftlicher Natur – haben Sie beeindruckt, Ihnen die Faszination für Forschung (vielleicht schon aus Urzeiten, zu sehr speziellen Wissensgebieten?) näher gebracht?

Wir freuen uns über Tipps! Ende der Woche stelle ich wie gehabt auch hier eine Zusammenfassung davon zusammen.

Zwei Anmerkungen dazu möchte ich gleich anbringen: Autor René Merten entgegnet den Befürchtungen (oder Vorurteilen?!) vieler Lehrender, Studierende würden nur noch ungern für’s Studium lesen, dass sich wohl nur die Medien geändert hätten. Wenn früher Menschen zuhause Wälzer verschlungen hatten, wischen sie sich nun vielleicht nur deutlich unbemerkter durch ihre e-Reader oder sehen sich Tutorials an.

Eine Kollegin stellte auch in den Raum, dass deutschsprachige Populär- und Lehrwerke leider immer noch nicht so ganz an englischsprachige herankommen.

 

Zusammenfassung Woche 3

(23.4.2016)
Ja, ja, die Blogparade “Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens” läuft noch! Danke für die Rückmeldungen, manche dachten schon, ich wäre verschollen! 😉 Nach einer langen Woche mit Abschluss für mich in Form einem Workshop vor Lehrenden an der Uni Salzburg gestern, bin ich nun wieder in “Amt und Würden” als Ihre Paradeausruferin.

Die “Frage der Woche No. 2” in der Facebook-Gruppe zur Blogparade lautete: “Verbiegen sich die Hochschulen zu sehr für den Arbeitsmarkt?”, rief ein paar divergierende Meinungen hervor. Klar ist, dass Hochschulen nicht reine Ausbildnerinnen sein können, man einen höheren (eben wissenschaftlichen) Anspruch an seine Lernenden haben will und muss. Zu große Rücksichtnahme auf die sogenannte “employability” meint man aber nicht zu erkennen. Andererseits glauben die meisten DiskutantInnen aber schon, dass unter Studierenden das wissenschaftliche Arbeiten sehr unbeliebt ist, weil ihnen die Hintergründe und der Nutzen zu wenig eindringlich beigebracht wird.

 

Was bringt es denn nun, das wissenschaftliche Arbeiten bzw. das Verfassen einer Abschlussarbeit?! Wir meinen vor allem:

  • Recherche braucht man immer, wer schneller die besseren Quellen findet, hat die Nase vorne”
  • Wissensmanagement – Verknüpfungen von zunächst nicht verbundenen Inhalten ist innovativ” (die Wirtschaft liebt Innovationen!)
  • argumentieren und überzeugend schreiben/reden können, bringen auch in jedem Kontext große Vorteile” (Stichworte: sich durchsetzen können, Verhandlungen, etc.)

Leider sehen die meisten den Fokus der Lehre etwas ungünstig auf die Formalitäten des Zitierens zuerst gelegt, das schrecke Studierende gleich ab. Auch zu dieser “Frage der Woche” können Sie wie gehabt per E-Mail Ihr Kommentar abgeben, auch wenn Sie nicht auf Facebook sein sollten.

 

Auch ein sehr kritisches Kommentar zur Blogparade ist mir über Freunde zugetragen worden. Über wissenschaftlich Arbeiten und Schreiben brauche man sich nun wirklich NICHT mehr zu unterhalten, das wird nun doch ohnehin von der Schule weg (Anm.: in Österreich ist das im Rahmen des Abiturs seit kurzem ganz neu als Vorwissenschaftliche Arbeit VWA intensiver verankert) bis hin zu wirklich jedem Studium sogar mehrmals vermittelt.

Fast täglich sehe ich im Rahmen meiner Arbeit die Auswirkungen des “Das brauchen wir nicht!” & “Darüber reden wir nicht mehr!”! Vorneweg v. a. Studierende, die sehr ängstlich sind etwas falsch gemacht zu haben und von allen Seiten vermittelt bekommen, das müssen sie doch alles wissen, aber niemanden fragen können/sollen/dürfen. Und vielen Lehrenden geht es auch nicht anders! Ich persönlich denke, es ist noch lange nicht genug konkret(!) gesprochen worden über’s wissenschaftliche Arbeiten. GENAU darum entstand diese Blogparade!

Kritische Stimmen sind immer begrüßenswert, ich hoffe, die Kommentatorin entscheidet sich zu einem kurzen Artikel darüber, eingeladen ist sie ausdrücklich dazu. Falls SIE auch Lust haben mitzureden – alle Infos zur Teilnahme finden Sie im Abschnitt “Einladung zur Blogparade“!

 

 

Zusammenfassung Woche 2

(15.4.2016)
Sehen wir uns einmal an, was sich in dieser zweiten Woche der Blogparade so alles getan hat! Zum Einen haben sich KollegInnen an der Abstimmung (siehe unten) in der Facebook-Gruppe geäußert. Die Stimmen sind bislang alle sehr für eine solche Basisbildung Wissenschaft, und weil ich das Wörtchen “warum” so mag, habe ich das gleich mitabgefragt.

Heraus kam dabei u.a., weil …

  • “…so eine breite Verständnisebene, welche Methoden man vielleicht fachspezifisch anders handhabt oder gar infrage stellt, erst ermöglicht wird.”
  • “… weil Fragen, Denken, die eigenen Gedankengänge Mitteilen, Auseinandersetzen, Kritisieren, aus Erfahrungen Lernen und vor allem nichts und niemanden als über aller Kritik stehend zu erachten Voraussetzung aller wissenschaftlichen Erkenntnis sind.”
  • “… Erkenntnis [braucht] regelmäßig Blicke über den Tellerrand, und in Zeiten zunehmender Spezialisierung kann es nur helfen, wenn angehende Wissenschaftler so früh wie möglich mit Kollegen aus ganz anderen Disziplinen zusammenarbeiten.”
  • “… die zahlreichen Vorteile davon ganz klar [überwiegen].”

Geplant ist jede Woche eine neue “Frage der Woche” anzubieten, alle werden bis zum Ende der Blogparade bestehen bleiben. Schauen Sie in die Gruppe, geben Sie Ihre Stimme ab, schon jetzt noch vor dem 24.4., ergänzen Sie diese Sammlung an Argumenten für/wider eine stärkere Basisbildung des wissenschaftlichen Arbeitens mit Ihrer persönlichen Meinung dazu.

Sie können mir Ihre Anmerkungen auch gerne per E-Mail senden. Besonders wer nicht auf Facebook ist, keine Sorge – Sie müssen auf KEINEN Fall extra einen Account anlegen, denn Sie bekommen hier im Blog immer auch eine Zusammenfassung darüber was sich “drüben” oder in anderen Kanälen so tut und können allem auch so gut folgen.

 

Außerdem habe ich  gestern zufällig während der Schreibtagung des Schreibzentrums der FH WKW ein interessantes Kommentar gehört, das hier sehr gut dazupasst. SchreibdidaktikerInnen beobachten vermehrt, dass die Vermittlung von wichtigen Grundlagen (was darf man/was nicht, und wenn nicht warum nicht, einfachste Wissenschaftstheorie, etc.) immer mehr in völlig andere Fächer, wie v.a. dem schreiben Lehren, verschoben wird (die zudem häufig “nur” Freifächer sind, wie damals bei mir, siehe unten) und dort erst recht große Defizite aufgearbeitet werden müssten.

Ich war noch eine von den letzten Studierenden, die vor etlichen Jahren ein Freifach Wissenschaftstheorie an der Universität Wien belegen konnte. Danach hat man das endgültig in die Philosophie verbannt (ganz so, als müssten andere Fächer als die Philo sich mit soetwas nicht “belasten”). Ich fand es damals für nachfolgende Semester schon jammerschade und bin bis heute nicht überzeugt von diesem didaktischen “Schachzug”.

 

(13.4.2016)
Zu Frau Kleins Artikel gab es in Ihren Blogkommentaren eine spannende Frage: ist es überhaupt erstrebenswert allgemeine und somit fachunabhängige Grundlagen des wissenschaftlichen Arbeitens zu vermitteln auf denen im Laufe des Studiums dann spezifischere Methoden andocken würden? Da auch ich schon einige Befürchtungen von Lehrenden dazu gehört habe, häufig sehr kritisch (was, wenn sich da was mit der Fachdidaktik widerspricht?, wer soll das denn machen – allgemeine DidaktikerInnen könnten da auch mehr Schaden anrichten als Nutzen, das ist Zeitverschwendung, dann lieber gleich rein ins Konkrete, usw.), habe ich die Frage aufgegriffen und mit einer kleinen “Abstimmung” namens “Frage der Woche” für Sie in unsere Facebook-Gruppe gestellt.

Ich persönlich fände es sehr gut, Studierenden mehr Grundlagen  zum “Handwerk Wissenschaft” zu vermitteln, mehr zu Wissenschaftstheorie und Prozessen des Erkenntnisgewinns zu wissen, hilft auf vielfältige Weise weiter. Auch  könnten so durchaus einige Unredlichkeiten deutlich minimiert werden.

Was meinen Sie dazu? Stimmen Sie ab und diskutieren Sie auf Facebook mit uns!

 

(11.4.2016)
Das erste Wochenende im Rahmen der Blogparade wurde schon eifrig genutzt, so dass ich Ihnen zum Wochenstart gleich zwei Beiträge präsentieren kann!

Unser erster Blogparade-Artikel stammt aus der Feder von Frau Dr.in Andrea Klein, die ihreszeichens einen sehr informativen Blog zu wissenschaftliches Arbeiten lehren führt, die hauptsächliche Zielgruppe sind also Hochschullehrende. Man merkt beim Lesen ihrer Texte auch sehr rasch, dass hier eine erfahrene Lehrende viele Erlebnisse und Reflexionen aus ihrem eigenen Unterricht bearbeitet und nicht reine Theorie besprochen wird.

(Foto: Dr.in Andrea Klein, Herausgeberin und Autorin des
Blogs “Wissenschaftlich arbeiten lehren”; (c) A. Klein
)

Ich finde es großartig und sehr ermunternd zu lesen, dass es anderen nicht viel anders ergeht! Zusätzlich zu den Reflexionen zu einem bestimmten Aspekt des Lehrens an Hochschulen, stellt Frau Klein immer wieder nützliche Fachliteratur genauer vor und bietet auch Materialien für den Unterricht an.

Ihr Blogparade-Beitrag “Manifest für Lehrende” stellt eine Sammlung von Grundsätzen für die Betreuung wissenschaftlicher Arbeiten auf, die so einfach, so basal wirken, und doch häufig nicht (mehr) so selbstverständlich scheinen. Oder doch?

 

Der zweite Beitrag von Dr. René Merten von der Absolventenakademie Wien legt uns mit „Nun sag, wie hast du’s mit der Wissenschaft?“ – die faustische Gretchenfrage wissenschaftlichen Arbeitens aus Studierendensicht” nahe, was meiner Meinung nach angesichts diverser Diskussionen rund um die Vermeidung von Plagiaten und anderer Vergehen häufig aussen vor gelassen wird: Wie geht es denen, denen wir das wissenschaftliche Handwerk beibringen sollen/ wollen?

Foto Rene Merten(Foto: Dr. René Merten, akademischer Leiter, geschäftsführender Inhaber und Trainer der Absolventenakademie Wien; (c) Absolventenakademie Wien))

 

Zusammenfassung Woche 1

(8.4.2016)
In der ersten Woche der Blogparade haben sich schon erste TeilnehmerInnen in unserer Facebook-Gruppe zusammengefunden. Vielen Dank für Ihr/Euer Interesse! Übrigens: eine Teilnehmerin hat mich dankenswerterweise darauf hingewiesen, dass das Einladen zu Gruppen von Facebook sehr mühsam gemacht worden ist. Wenn Sie es jemandem weiterempfehlen möchten, klicken Sie bitte nur auf “Einladen per persönlicher Nachricht”, damit niemand von Facebook unabsichtlich zwangsverpflichtet wird.

Schon vor dieser Blogparade erschien ein Artikel zum Thema Deutsch als Wissenschaftssprache von einer meiner KollegInnen, Katrin Miglar vom Schreibzentrum der FH WKW in Wien, den ich sehr empfehlen kann! Ich erwähne es dennoch, als Denkanstoß, denn es trifft genau den Kern der vielen Anmerkungen, Beschwerden und Wünsche rund um wissenschaftliches Arbeiten und warum ich diese Blogparade ins Leben gerufen habe sehr exakt. Soll Englisch das Nonplusultra in der Wissenschaftswelt sein? Haben deutsche Publikationen doch eine Chance gelesen zu werden? Erstaunlicherweise (für mich) fällt Katrin dann doch sehr eindeutig, dass … das lesen Sie hier!

 


EINLADUNG ZUR BLOGPARADE
Das wissenschaftliche Arbeiten bloß als Vorgang mit höchst diverser Methodik zu definieren, anhand dessen man automatisch zu wissenschaftlichen Erkenntnissen und Publikationen gelangt, ist eindeutig zu kurz gegriffen. Dahinter tummeln sich, wie wir alle wissen, ganze Denkschulen, liegt die eine oder andere Wissenschaftstheorie begraben und werden unterschiedliche Didaktiken angewandt „es“ zu vermitteln.

Braucht es eine „neue“ Art wissenschaftlich zu arbeiten?

Wahrscheinlich schon! Besonders im Laufe des letzten Jahres habe ich von vielerlei Seiten kritische bis sogar sehr negative Anmerkungen zum wissenschaftlichen Arbeiten in seinen derzeitigen Ausprägungen und insbesondere auch zum wissenschaftlich Schreiben gehört, Artikel frustrierter Lehrender gelesen und Forschende die unterschiedliche Schwächen bzw. Mängel des jetzigen (Publikations-)Systems ausbaden sehen. Nicht zuletzt arbeite ich selbst (Schwerpunkt wissenschaftliche Unredlichkeiten vermeiden) ja auch in einem Gebiet, wo Fallstricke des wissenschaftlichen Arbeitens regelmässig bloßgelegt werden.

 

Alle im Wissenschaftsbetrieb wissen, dass und meist auch wo es happert. Aber, ist es wirklich so schlecht darum bestellt oder wollen wir nur etwas anderes? Bei mir haben sich viele weitere Fragen aufgetan:

  • Sollen die bestehenden Vorgänge beim Forschen verbessert werden?
  • Oder eher der Publikationsablauf?
  • Kann man die Ergebnisse der Wissenschaft besser/anders darstellen als mit Papers?
  • Wie vermitteln wir es den Studierenden noch besser, was sie zu tun haben, um Ihr Studium erfolgreich abzuschließen?
  • Was, wenn die trotzdem Blödsinn bauen und z. B. plagiieren, gibt’s sinnvolle Alternativen zu “Strafen”?
  • Aber machen Abschlussarbeiten in der jetzigen Form überhaupt noch Sinn?
  • Wie könnte die Didaktik des wissenschaftlichen Arbeitens verbessert werden?
  • Wie machen das andere Fächer als die Naturwissenschaften überhaupt und kann man sich da was abschauen?
  • usw.

 

CIMG3638(Foto: Symbole für Bestand und Wandel – Rosen vor dem Theseustempel in Wien; (c) N. Miljkovic)

 

Blogparade „Die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens“

Eigentlich schon schräg: da legen wir Forschenden und ehemals Forschenden (wie ich) so viel Wert auf Kooperationen und dann fragen wir uns doch mehr oder minder alle andauernd ALLEINE dasselbe?! Komisch oder? Mit dieser Premiere einer Blogparade hier im Blog der „Zitier-Weise“, wage ich mich in ein mir auch komplett neues Gebiet vor und möchte eben genau diesen Umstand des alleine darüber Grübelns, Ärgerns und Wunderns ändern.

INFORMATIONEN ZUR BLOGPARADE
Ich lade Sie alle herzlich dazu ein an der Blogparade teilzunehmen, denn gemeinsam erforscht es sich doch einfach schöner und besser! Und so geht es:

DIE DAUER – Veröffentlichen Sie vom 4.4. bis zum 20.5.2016 zum Thema „Die Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens“ (inklusive wissenschaftlich Schreiben!) in Ihrem Blog bzw. auf Ihrer Website einen Artikel. Geben Sie im Artikel zu Beginn kurz an, dass Sie an dieser Blogparade mitmachen und verlinken Sie zum entsprechenden Blogbetrag der „Zitier-Weise“ (http://www.plagiatpruefung.at/blogparade-zukunft-wissenschaftliches-arbeiten/ ).

 

DAS AUSFÜHRUNG – Die Bearbeitung des Themas für die Blogparade ist ganz Ihnen überlassen! Wichtig ist nur einen „originären“ Artikel zu schreiben, damit wir ggf. nicht mit Verwertungsrechten anderer ins Gehege kommen und auch so aktuell wie möglich bleiben. Bevorzugt werden (weil themenrelevanter) konkrete Vorschläge, Ideen und Trends vor reinen Problemaufzählungen des status quo und Schreibtipps ansich. Wir fokussieren auf die Zukunft!

Die Artikellänge ist ebenfalls offen, mehr als 300 Zeichen inkl. Leerzeichen sehe ich als Minimum an. Gerne können Sie einen kurzen oder auch 3 kurze oder gar 5 lange Beiträge einreichen! Je mehr und vielfältiger, umso besser – für alle! Natürlich können längere Kommentare (mehr als ca. 40 Wörter) zu anderen Blogparade-Artikeln ebenfalls eingereicht werden!

 

DIE TEILNAHME – Senden Sie mir den Link zu Ihrem Beitrag mit 2, 3 Zeilen über sich und wenn Sie mögen Ihrem Foto (bitte unbedingt mit ©!) mit dem Betreff „Blogparade“ an mich (office(a)plagiatpruefung(Punkt)at), um Ihre Teilnahme an der Blogparade zu verkünden. (Ich prüfe derzeit noch die Möglichkeit die Kommentarfunktion in meinem Blog wieder zu aktivieren. Nachdem ich immer wieder heftigen Spamattacken ausgesetzt war, die nur mit großem Arbeitsaufwand zu bereinigen waren, bin ich noch sehr zögerlich.)

Wenn Sie KEINEN eigenen Blog führen bzw. keine eigene Website haben, stelle ich Ihren Beitrag sehr gerne als Gastartikel (unbezahlt aber natürlich mit vollem © auf Sie lautend, Kontaktnennung, Verlinkung etc!) auf meinem Blog vor.

Als Veranstalterin behalte ich mir vor Artikel NICHT in die Blogparade aufzunehmen, wenn sie meiner Meinung nach nicht genug Themenrelevanz zeigen. Nicht akzeptabel sind daher ganz besonders die konkrete Nennung von Personen oder Institutionen zum Zweck des „Aufdeckens“ oder „Anprangerns“. Dazu ist meine Blogparade weder der richtige Ort noch es hat mit dem gewählten Thema zu tun. Ich bitte um Verständnis!

 

DIE VERNETZUNG – Abgesehen vom Hinweis auf die Blogparade in Ihrem Artikel, soll die Vernetzung mit anderen Interessierten forciert werden. Ungefähr ein Mal pro Woche stelle ich daher alle eingelangten Beiträge im Blog sowie auf meinen Social Media-Kanälen (Facebook, Twitter, Xing, LinkedIn und Google+) inklusive Verlinkung zu Ihnen kurz vor.

Ich bitte Sie als Teilnehmende ebenfalls alle Ihnen zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle zu nutzen, um Ihren wie auch die Artikel der Anderen Teilnehmenden an weitere LeserInnen-Kreise weiterzuleiten.

Auf Twitter (und in anderen Social Media-Kanälen natürlich ebenso) können wir zudem mit dem Hashtag #paradewissarb16 online diskutieren und auf Artikel hinweisen. In der neu eingerichteten Facebook-Gruppe „Blogparade Zukunft des wissenschaftlichen Arbeitens“ finden Sie eine weitere Diskussionsplattform. Bei Interesse richte ich gerne zwischendurch auch einen Google-Hangout ein, um live in kleiner Runde über die Artikel und Fragen dazu diskutieren zu können, kurzes E-Mail genügt. Auch spannende Kommentare in diesen Kanälen werden regelmässig zusammengefasst.

 

DER ZWECK – Warum mache ich das überhaupt mache?

  • Hauptsächlich zur Vernetzung: wenn Sie in einem der genannten Social Media-Kanäle unterwegs sind, liken/adden/plussen Sie mich und Ihre Parade-KollegInnen und schon kennen Sie mehr Menschen, die sich beruflich wohl auch sehr häufig mit ähnlichen Fragestellungen konfrontiert sehen wie Sie! Nein, wir sind nicht ganz alleine mit Fragen des wissenschaftlichen Arbeitens beschäftigt!
  • Zum Diskutieren, denn zusammen tut man mehr Facetten auf.
  • Zum Aufzeigen, was sich in unterschiedlichen Disziplinen gerade tut.
  • Zur Sammlung von tollen Ideen! Machen Sie bitte fleissig Werbung für diese Blogparade, damit möglichst viele und diverse Artikel entstehen! Mein Wunsch ist es nämlich diese mit den TeilnehmerInnen ein eBook zu veröffentlichen. Ende Mai werden wir wissen, wie es gelaufen ist!

 

Jede Teilnahme zählt!

Wie heisst es so schön – ich freue mich auf Ihre Teilnahme und sehe gespannt Ihren Ideen und Kommentaren entgehen! Die „Zitier-Weise“ wünscht frohes Parade-Schreiben!

 

(Artikel von N. Miljkovic, erstellt am 4.4.2016, zuletzt aktualisiert am 15.4.2016)

About Dr. Natascha Miljkovic

Inhaberin der Firma Zitier-Weise, Agentur für Plagiatprävention. Naturwissenschafterin mit viel Auslandsforschungserfahrung, Wissenschaftsberaterin und präventive Plagiatsprüferin. Berät Bildungseinrichtungen zum Themenkreis akademische Unredlichkeit und unterrichtet, wie man diese (z. B. Plagiate) nachhaltig vermeiden kann. Auch an allen anderen Themen in, um und durch Forschung und Bildungseinrichtungen interessiert.
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