Plagiarismus ist …

Definitionen zu Plagiarismus gibt es wie Sand am Meer. Eine häufige Frage ist:

 

Warum nimmt man nicht eine einzige,

gängige Definition für alle an?

 

Praktisch wäre das natürlich schon, nur – das wird nicht gut funktionieren, denn diese allgemeine Definition wäre dann wieder zu pauschal.

 

Say what you want

Ich habe ein paar Definitionen davon, was Plagiarismus ist oder sein kann, zusammen getragen. Zum Teil sind sehr typische, aber auch so manche erstaunliche Begriffserklärungen dabei.

Vollständig ist diese Liste natürlich keinesfalls, ich freue mich über Ihre Fundstücke dazu!

 

 

  • “der Versuch einer bewussten Täuschung oder zumindest unsauberes wissenschaftliches Arbeiten” (www.ub.uni-mainz.de/7989.php).

 

  • Kopieren, Einfügen, Formatieren” (www.karrieremagazin.net/ausgabe-22009/netz-plagiarismus.html).

 Wortwolke Plagiarismus(Abbildung “Wortwolke Plagiarismus” von N. Miljkovic mit “Wordle”)

  • “Nutzung fremder wissenschaftlicher Arbeiten, veröffentlicht oder nicht, ohne dies kenntlich zu machen”.
  • “kein Kavaliersdelikt”
  • “das schwerwiegendste Delikt in der Wissenschaftswelt” (What is Plagiarism?).

 

  • wissentlich und unter Mißachtung wissenschaftlicher Ethik und des Urheberrechts geistiges Eigentum fremder Personen als eigenes Werk zu bezeichnen
  • fremde Arbeiten als seine eigenen auszugeben
  • fremde Textpassagen oder Ideen zu kopieren ohne die eigentliche Quelle anzugeben
  • fremde wörtliche Rede nicht deutlich kenntlich zu machen und zuzuordnen
  • fehlerhafte Quellenangaben zu machen
  • der Austausch zwar einzelner Worte und Formulierungen, aber das Beibehalten der Satzstruktur eines Fremdtextes ohne Quellenangabe
  • de Übernahme so vieler Worte und Ideen aus einem Fremdwerk, dass diese den Großteil des so erstellten Werkes ausmachen
  • das bewusste Verfügbarmachen von eigenem Material für eine Plagiierung durch andere” (https://www.informatik.tu-darmstadt.de/de/sonstiges/plagiarismus/).

 

  • “nicht strafbar?” (www.focus.de/politik/deutschland/ist-plagiarismus-nicht-strafbar-koalitionzwist-kommentar_2956029.html).

 

  • “die Aneignung von Gedanken, Niederschriften, Erfindungen oder Entdeckungen einer anderen Person verbunden mit der (ggf. impliziten) Behauptung, dass es sich um eigene handelt
  • ein kontroverses Thema, vor allem wenn im Bereich der Ausbildung Übungs- und Prüfungsaufgaben gestellt und bearbeitet werden” (https://www2.cs.fau.de/teaching/plagiarismus.html).
  • “ein ernstes und anhaltendes Problem” (www.angelaloose.com/world-wide-weird/copyspace-website-plagiarismus-suche/).

 

  • “an den Schulen noch gründlicher zu thematisieren und im Bedarfsfall gnadenlos zu sanktionieren” (www.lehrerzimmer.org/index.php?option=com_content&view=article&id=413:der-stolze-schwan-des-plagiarismus&catid=1:aktuelle-nachrichten&Itemid=50).

 

  • “jemand benötigt eine geistige Arbeit (eine Musik, ein Konzept etc.), will sich die Mühe ersparen, dies selbst zu erarbeiten oder eine andere Person entgeltlich damit zu beauftragen und findet „irgendwo“ eine brauchbare Arbeit” (http://kulturrisse.at/ausgaben/012007/oppositionen/von-seelenverkaeufern-und-sklavenhaendlern.-ideenklau-und-plagiarismus).

 

  • “die vorsätzliche Aneignung fremden geistigen Eigentums, mit dem Ziel die übernommenen Ideen als seine eigenen auszugeben – zur Gänze (z.B. nur AutorInnennamen einer Arbeit austauschen) oder nur zum Teil (z.B. Textpassagen in den eigenen Text einbauen)”(www.meduniwien.ac.at/studienabteilung/content/studium-lehre/studierendenberatung/plagiatpruefung-an-der-meduni-wien/was-ist-ein-plagiat/).

 

 

 

  • “juristisch als Ordnungswidrigkeit eingestuft” (http://waz.m.derwesten.de/dw/incoming/plagiarismus-kommt-an-der-uni-duisburg-essen-haeufig-vor-id4312734.html?service=mobile).

 

  • “nicht erst ein Problem der Internet-Ära” (www.online-artikel.de/article/lehrer-entwickeln-strategien-gegen-plagiarismus-2015-1.html).

 

 

Den Plagiatpräventions-Blog der Zitier-Weise als E-Mail lesen

Mit einem Feed-Reader abonnieren

follow us in feedly

 

(Bericht vom 24. Februar 2013; letztes Update: 26. März 2014)

Print Friendly, PDF & Email

Plagiatsprävention – das muss man vermeiden

Gegen Plagiate hilft vor allem Sorgfalt! Sehr banal, aber es ist tatsächlich so einfach! Lesen Sie im Blog der Zitier-Weise was Sie für effektive Plagiatsprävention machen können!   Drei praktische Tipps dazu Wissenschaftliche Sorgfalt beginnt schon beim Einlesen in ein Thema: Zu einem guten und korrekten Notizenmanagement gehört immer auch ein rigides Festhalten der Zitate. Ohne ist nicht! Wie und wo die Literaturzitate festgehalten werden, ist dabei völlig unerheblich. Natürlich kann man bei Manuskript-Versionen in ein halbwegs durchdachtes Grundgerüst der eigenen Arbeit direkte Zitate hineinkopieren. Ich möchte Copy & Paste nicht von vorneherein verteufeln, es ist durchaus sehr nützlich. Ich persönlich mache das auch gelegentlich, um geeignete Ideen und Denkimpulse genau dort festzuhalten, wo ich sie brauche. Allerdings markiere ich fremde Textelemente farbig und kennzeichne sie so nochmals als nicht von mir stammend, dann kann nichts passieren. (Foto “check up from the neck up” von The Consumerist @ Flickr) Wer hat’s erfunden? Da hat die Werbung einmal recht! Wie im “Ricola”-Werbespot muss man immer den “Erfinder” angeben. Auf die Wissenschaft übertragen: man muss sich IMMER die Urheber dazuschreiben und im Anschluss beim Überarbeiten die Zitate ordentlich einarbeiten, sprich in das Gefüge der eigenen Hypothesen und Argumente einpassen (paraphrasieren)! Dann ist das zulässig, wohlgemerkt – wieder wirklich nur WENN die/ der UrheberIn mit dabeisteht! Zu viele direkte Zitate zu verwenden ist (meist) ungünstig! Erstens meist weder inhaltlich notwendig, noch in den meisten Fächern als guter wissenschaftlicher Stil angesehen. Mich als Plagiatprüferin macht es schon einmal etwas misstrauisch. Ausnahmen davon gibt es… Lesen Sie hier weiter!

Print Friendly, PDF & Email

Bücherwurm und Kellerassel – Recherche in Archiven

Bücherwurm und Kellerassel – Recherche in Archiven

Es muss in die 1000e gehen – Stunden, die ich mit Recherche in Archiven verbracht habe! Hauptsächlich in den USA, Japan und z.T. auch in Wien. Als Teil meiner Studien aus dem Fachgebiet Zoologie war ich Bücherwurm und immer frierende Kellerassel, durchsuchte ich staubige Bücherregale und muffige Kellerarchive nach Schätzen.   So sah es aus, mein Studierenden-Leben! Und es war großartig! Schatz gehoben, Wissen gemehrt Genau, das ist es nämlich, was man in Bibliotheken und Archiven finden kann – Wissensschätze! Die Aufregung etwas Bedeutendem, Neuen bzw. lange Verschollenem auf der Spur zu sein, hat für die oftmals wahrlich schlechten Arbeitsbedingungen entschädigt. Issac Newton machte den Spruch, der ursprünglich von Bernard von Chartres aus dem 12. Jhdt. stammen soll, berühmt: “If I have seen further it is by standing on the shoulders of giants.” Unsere Arbeit als WissenschafterIn ist tatsächlich niemals gänzlich frei von Ideen anderer! (Foto “TREASURE” von Jenni Douglas/photojenni @ Flickr)   Leider wird von Studierenden der Sinn von Literaturarbeit und Zitation nicht immer verstanden. Es ist nicht bloß reine Formsache! Es ist tatsächlich wichtiger Bestandteil von Wissenschaft an sich anzugeben, woher man Informationen hat: Durch den Verweis auf verwendete Quellen bietet man so einen “Nährboden” für die eigene Forschungsarbeit und wertet diese auf! Bis zu einem gewissen Grad ist die Nennung der Urhebern vor uns auch, um ihnen zu danken, dafür was sie geschaffen und erschaffen haben. Es ist ein schlichtes aber effektives Zeichen von Respekt und guten Manieren den ehemaligen KollegInnen im Wissensgebiet gegenüber! Und das kann… Lesen Sie hier weiter!

Print Friendly, PDF & Email

OECD-Studie zu e-Learning in Österreich

Man soll ja besser positive Verstärker zum effizienten Lernen nutzen, darum muss ich leider alle angehenden JournalistInnen jetzt bitten diesen Blogbeitrag NICHT zu lesen! Denn leider ist der vorgestellte Artikel kein Musterbeispiel eines Zeitungsartikels, zumindest empfinde ich als Nutzerin es subjektiv so.   Artikel à la Kraut und Rüben Dieser heute im Online-Standard erschienene Artikel zu E-Learning mischt die unterschiedlichsten Dinge zusammen. Da ich das Original zur Studie noch nicht finden konnte, weiss ich nicht, ob das schon in der Studie so war oder erst nachträglich derart seltsam zusammengesetzt wurde. E-Learning wird unreflektiert mit Internetnutzung an Schulen gleichgesetzt, dann kommt plötzlich das Internetnutzungsverhalten von Erwachsenen ins Spiel. Alles klar?! Mir leider nicht ganz.   Alles unklar? Öhm, ja! Die zwei Hauptaussagen des Berichtes sind: formales Lernen, also Lernen im Schulkontext, findet in Österreich laut Studie immer noch unterdurchschnittlich häufig im und mit dem Internet statt. Die Internetnutzung als Erwachsene hängt großteils vom Bildungsstand ab – je höher gebildet, umso mehr Internetnutzung. Soweit so gut. Doch dann spießt es sich für mein Dafürhalten enorm: wir nutzen in österreichischen Schulen das Internet (noch) nicht wirklich viel, aber die gut ausgebildeten Erwachsenen nutzen es deutlich mehr als anderswo?! Ja, und?! Eine Erklärung fehlt leider … oder gibt es nicht.   Nicht wirklich stimmig Gefühlsmässig stimmt das wahrscheinlich sogar! Wo bleibt die Zeit in Österreich: ein Jahr nach meiner Matura hielt auch an meiner Schule schliesslich auch das Internet Einzug. Seither sind schon viele Generationen von SchülerInnen durch die Schulen des Landes geschleust worden.… Lesen Sie hier weiter!

Print Friendly, PDF & Email