Liebe Lehrende – warum treiben Sie Ihre Studierenden absichtlich in die Hände von Ghostwritern?!

ICH doch nicht! Nein, die kann nicht MICH meinen! Nie im Leben! Ich täte das niemals! Also wirklich … Wenn Sie an diesem Punkt sind, haben Sie zumindest schon mal mein Mini-Experiment durchgeführt und meine Theorie bestätigt, dass Clickbaiting auch bei gescheiten Menschen funktioniert – ich bilde mir nämlich immer ein, ich täte das nie und lande dann auf Seiten, die ich nie gesucht hatte. 😉   Höchste Zeit für die Notbremse Zurück zu meinem eigentlichen Thema. Ab diesem Punkt sollten Sie sich nun ernsthaft mit Ihrer Kommunikation Ihren Studierenden* gegenüber auseinandersetzen. Ja, kein verantwortungsvoller Mensch, Lehrender,* WissenschafterIn* würde seinen Studierenden* bei vollem und noch halbwegs intaktem Verstand anschaffen, GhostwriterInnen* zu beauftragen und das selbst schreiben schleunigst bleiben zu lassen. Dennoch bekomme ich leider sehr regelmässig Feedback von Studierenden*, die vorsichtshalber eine Plagiatsprüfung durchführen lassen möchten, über Mythen und schlichte Mißinformation, die ihnen ihre Lehrenden* zukommen lassen. Wie gesagt, scheinbar leider keine Einzelfälle. Hier ein live Bericht aus meiner Praxis als Plagiatsprüferin*!   Aus der Praxis Ein Anruf vor zwei Wochen: einE StudierendeR* lässt sich dreimal bestätigen, ob man wirklich wirklich wirklich nicht erfahren kann, ob sie/er* eine Plagiatsprüfung durchführen ließ. Auf meine Bestätigung, dass ich nichts weitergeben darf noch werde, zudem ja ein eingetragenes legales Business habe und alles mit rechten Dingen zugehe, fragte ich genauer nach, denn nun war ich schon ein wenig stutzig geworden, warum sie/er da gar so panisch ist. Sie/er* berichtet mir daraufhin, dass ihnen Lehrende* strengstens eingebläut hätten, dass das Beauftragen einer Plagiatsprüfung jedenfalls… Lesen Sie hier weiter!

Rezension zum Buch „Schlüsselkompetenzen im Hochschulstudium – eine Orientierung für Lehrende“

Cover UTB Buch Schlüsselkompetenzen

Man kann gar nicht genug betonen, wie wichtig es ist, möglichst diverse und fächerübergreifende Kompetenzen zu besitzen! Oder möchten Sie zum Beispiel einen Arzt konsultieren, der Sie zwar sehr gut operieren kann, aber Sie beim PatientInnengespräch völlig ignoriert, Ihre Bedürfnisse nicht erkennen kann und Ihnen nicht erklärt, was mit Ihnen gemacht wird? Also ich bestimmt nicht! Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit soft skills der Studierenden und unterrichte auch, wie sie bei manchen Skills (Selbstorganisation, Motivation, lernen lernen) besser werden können. Darum freue ich mich ganz besonders dieses Buch rezensieren zu dürfen! Ich danke dem UTB-Verlag für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares sehr herzlich!     Rezension Viele Hochschulen im deutschsprachigen Raum gingen in den letzten Jahren durch einen tiefgreifenden Wandel – die Umsetzung der Bologna-Studienarchitektur. Diese und auch der Arbeitsmarkt fordert von Hochschulen und Studierenden mehr kompetenzbasiertes Lernen, was Hochschulen in Zugzwang bringt gute und auch fächerübergreifende Angebote zu entwickeln. Im Zentrum stehen dabei einmal mehr engagierte Lehrende. In diesem UTB-Sachbuch von Herausgeber Detlef Ufert finden Unterrichtende in fünf Großkapiteln Informationen zu Definition, Einbindung und didaktische Aspekte zur Vermittlung entscheidender Schlüsselkompetenzen. Kapitel 4 beschäftigt sich mit den vier wichtigsten „Lernräumen“: Selbstkompetenz, sozial-kommunikative Kompetenz, Sachkompetenz und gesellschaftliche Kompetenz. Im abschließenden Kapitel 5 wird die Profilbildung genauer besprochen.   Zu Kapitel 1 – Fächerübergreifende Kompetenzen im Studium Die Welt ist, wie Ufert treffend beschreibt, eine komplexe und herausfordernde geworden, ganz besonders für junge AbsolventInnen, die erst ins Berufsleben eintreten wollen und dafür den Kampf um einen guten Arbeitsplatz für sich gewinnen… Lesen Sie hier weiter!

Wissenschaft als Beruf – und wo bleibt die Berufung dabei?

Die Zeit um 1880 bis 1930 war weltweit fantastisch und einzigartig für die Wissenschaft! Beinahe unzählige wissenschaftliche Theoreme, Naturgesetze und Hypothesen unterschiedlichster Fachrichtungen – die meist heute noch geltend! – wurden damals aufgestellt. Wie eine Kollegin aus der Wissenschaftskommunikation feststellte: annähernd 100 Jahre sind seit Aufstellen der Relativitätstheorie schon vergangen! Und doch fühlt sie sich noch so frisch und irgendwie zeitlos an, finde ich! Genial! Diese fruchtbare und bereichernde Zeit kam in den meisten Fächern (eine Ausnahe sind fast alle Bio-Wissenschaften) nie wieder. Besonders in (Mittel-)Europa natürlich, wo man durch die diversen politischen Regime viele Gelehrte vertrieb oder ermordete. Manch unkritischere Stimmen sagen – vielleicht ist halt einfach schon so viel erforscht worden und das Wissen erschöpft sich irgendwann einfach? Also ich für meinen Teil finde mehr als genug Staunenswertes in der Welt!     Nicht die Welt, sondern die Wissenschaftswelt hat sich verändert! Liest man jedoch heutzutage aufmerksam Zeitung stolpert man mit größtem Entsetzen auch heute noch auf Meldungen wie diese: Zugang zu Wissen und Archiven (in ihrer Funktion als Geschichtsspeicher) werden neben den Medienstationen meist als erste für die Bevölkerung geschlossen. Die Ressource Wissen ist auch ein höchst politischer Faktor, immer noch!   (Foto “Science” von Jeffrey Beall” @ Flickr)   Wissenschaft als Beruf Zwei spannende und für mich persönlich maßgebliche Zitate stammen von bereits genanntem Wissenschafter, Albert Einstein “The important thing is not to stop questioning. Curiosity has its own reason for existing.”   und Plutarch  “The mind is not a vessel to be filled, but a… Lesen Sie hier weiter!