Hektische Arbeit und schlampige Notizen – Jane Goodall zu Plagiaten

Stellen Sie sich vor, Sie wachsen mit den Geschichten einer Wissenschafterin auf, die in fernen Ländern – für Sie als Jugendliche zu dem Zeitpunkt einfach völlig unerreichbar weit weg – mit wundervollen wilden Tieren arbeitet. Ach, Begeisterung ist gar kein Ausdruck! Mehr als nur ein Hauch von Abenteuer liegt in der Luft, wenn man ihren Namen hört oder liest! Sie inspirierte und beflügelte viele, nicht nur mich! Die Primatenforscherin Jane Goodall. Zumindest bis vor kurzem. (Foto “Chimpanzees at the LA Zoo 061409 von “vmiramonte” @ Flickr)   Was bitter aufstößt Fehler können passieren – kein Thema! Was bei Jane Goodalls unbeabsichtigtem Plagiarismus allerdings bitter außstößt, ist ihr Umgang damit. Sie werden sich vielleicht erinnern: vor rund einem Jahr stellte sich heraus, dass  [Tweet “im neuen Buch von Goodall an zahlreichen Stellen viele nicht zitierte Stellen gefunden wurden.”] Das Buch musste überarbeitet und berichtigt werden und wird nun nochmals aufgelegt. Das ganze wurde meiner Meinung nach ungewöhnlich schnell unter den Teppich gekehrt. Ich vermute, da hatte der Verlag die Finger im Spiel. Auch unangenehm aufgefallen ist die kaum vorhandene Stellungnahme Goodalls. Erst jetzt, mehr als ein Jahr später (und sehr passend zum Neuerscheinen des Buches), spricht sie darüber. Ausreden, aber keine Entschuldigung Natürlich unterstellt man ihr nicht, dass es absichtlich geschah. Dennoch lösten bei mir einige Passagen in ihren kürzlich in einem Interview dazu geäußerten Statement  Irritationen aus. Leading primatologist Jane Goodall has blamed a “hectic work schedule” and her “chaotic method of note taking” for a plagarism controversy surrounding her reissued… Lesen Sie hier weiter!

Jahresrückblicke zu Plagiaten und publication retractions 2013

Nachdem ich vor dem Jahreswechsel im Blog ein wenig Ruhe einkehren habe lassen, serviere ich Euch nun dafür gleich zwei Jahresrückblicke der besonderen Art.   Plagiats-Jahresrückblicke 2013 Ja, auch das gibt es! Die erste Linkempfehlung (dauert 20 Min., hier auch nachzulesen ) bezieht sich auf eine Zusammenstellung der Firma “iThenticate”, einem der größten Hersteller von Plagiatsoftware (Disclaimer: ich arbeite NICHT für diese Firma, aber gelegentlich mit deren Produkten) zu der 5 Top-Plagiatskandalen im Jahr 2013.   Die bemerkenswertesten Aussagen, die darin angesprochen werden, sind, dass man doch sehr entsetzt ist, welche Quellen von der Plagiatprüf-Software so gefunden werden und um wie viel schlimmer das zurzeit in der scientific community empfunden wird, als der eigentliche Aspekt des (geringfügigen) Plagiierens ansich. man weltweit sehr unterschiedlich auf Plagiarismus(-verdacht) bei Politikern reagiert und Berühmtheiten wie Jane Goodall doch so manches durchgehen lässt. man auch bei der Entschuldigung (bzw. im genannten Fall bei deN EntschuldigungEN!) bezüglich Plagiatvergehen man nicht auch die Entschuldigung plagieren sollte.   Persönlich bestätigen kann ich jedenfalls, dass die Nummer 1 und 2 auf jeden Fall die meiste mediale Aufmerksamkeit auf sich zogen und besonders in den USA wüst ausgeschlachtet wurden. Leicht daran zu erkennen, dass mein RSS-Reader derart zugespammt war mit den Berichten über die beiden, dass ich wirklich aufpassen musste nicht womöglich die echt wichtigen und guten Sachen zu übersehen.   (Foto von N. Miljkovic, Dezember 2013, gesehen in der Auslage einer Blumenhandlung in Wien) Retractions-Jahresrückblicke 2013 Der zweite Linktipp der Website “Retraction Watch” (von denen ich immer wieder auch… Lesen Sie hier weiter!