So schützen Sie sich vor Fake-Konferenzen!

Betrug. Beschiss. Abzocke. Dieses Verhalten ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst – andere über’s Ohr zu hauen, um sich selbst einen Vorteil damit zu verschaffen! Davor sind leider auch die Wissenschaften nicht gefeit, wie Sie als treue LeserInnen dieses Blogs schon bemerkt haben. Seit einigen Jahren fällt ein komplett neuer Wirtschaftszweig ziemlich unangenehm auf, die fake science conference industry (auch: scam, predatory oder junk conferences genannt). Darüber sind gleich mehrere Geschädigtengruppen nicht happy! Geschädigte der fake science conferences Der Betrug: Man liest von einer spannend klingenden Konferenz, oft an wunderbar exotischen Orten (hier können Sie eine persönlichen Bericht eines jungen Wissenschafters lesen), die Beschreibung und das Anmeldeprozedere sehen echt aus. Die InteressentInnen zahlen daraufhin mehrere hunderte Dollar oder Euro an Teilnahmegebühren ein … aber die Konferenz findet fast nie tatsächlich statt und das Geld ist weg! Findet die Konferenz doch statt, gibt es kaum TeilnehmerInnen und kein richtiges Programm. In Zeiten von Sparmaßnahmen allernorts ist das für alle WissenschafterInnen sehr bitter. Noch mehr so, sollten Studierende auf diesen Blödsinn hereinfallen. (Abb. “Fake” von Laure Wayaffe @Flickr) Andere Geschädigte dieser Form von Betrug sind auch die Konferenzorte: Zum Einen fallen Sie um die Einnahmen einer bereits gebuchten Konferenz um, sollte der Betrug so konkret gewesen sein, einen Veranstaltungsort zu akquirieren. Das kann bei großen Konferenzen mit gehobenem Ambiente (Luxushotels, öffentiche Gebäude, und dergleichen) durchaus Schäden im Bereich mehrerer Zehntausend Dollar bzw. Euro für ein Wochenende ausmachen. Das ist meist auch nicht mehr durch eine erneute Öffnung des Termins aufzuholen,… Lesen Sie hier weiter!

Rasanter Datenverlust unterminiert wissenschaftlichen Fortschritt

Was passiert nach Veröffentlichung einer Publikation? Nun ja, es werden wohl auch einige Anfragen und Anmerkungen auf die Autoren zum Thema allgemein und zu vorherigen Publikationen zukommen, Einladungen zu Kongressen, usw. Möglicherweise meldet sich sogar eine Kollegin oder ein Kollege und bittet Sie um Zusammenarbeit oder darum, ob er Ihre Daten weiter verwenden kann. Auch ich bekam zu meinen Anatomie-Zeiten einmal eine solche Anfrage.   (Foto “FOUND: rrrrrrrrrbbbb” von “troy farah is dead” @ Flickr)   Wissenschaftliche Schnitzeljagd – sucht die Daten! Alle diese Vorkommnisse sind wohlbekannt, sicher nicht selten und fast immer sehr gerne gesehen. In neuen Erhebungen stellt sich allerdings ein gröberes Problem dar. Man fand heraus, dass 20 Jahre nach einer Publikation die meisten Rohdaten verloren gegangen sind. Im banalsten Falle, weil die E-Mail-Adressen der ForscherInnen nicht mehr stimmen und man sie nicht mehr kontaktieren kann.   “Publicly funded science generates an extraordinary amount of data each year. Much of these data are unique to a time and place, and are thus irreplaceable, and many other data sets are expensive to regenerate.” (Quelle)   Soll schlimmeres geben … wirklich? Ich denke nicht, ganz im Gegenteil! Ist es nicht DAS Grundprinzip von Wissenschaft (besonders der Naturwissenschaften) schlechthin, reproduzierbare und kontrollierbare Ergebnisse zu liefern? Was tun also bei Datenverlust ? Sind die in den Publikationen beschriebenen Resultate nach einigen Jahren also grundsätzlich nicht mehr “wissenschaftlich”?!   “Als die Biotechfirma Amgen mehr als 50 wichtige Krebsstudien wiederholte, bestätigten sich deren Resultate nur in zehn Prozent der Fälle. Das heißt, neun… Lesen Sie hier weiter!