Besprechung zum MOOC „Academic integrity – values, skills, action“

Online und interaktiv zu lernen, wo und wann man will, ist seit einigen Jahren der wohl größte Trend im Bildungswesen. In Österreich dauert es noch ein wenig, bis sich dies auch für die Allgemeinheit durchgesetzt haben wird. Für die Ausbildung ihrer Studierenden vor Ort sind unsere Hochschulen jedoch auch hierzulanden im e- und m-learning schon gut fortgeschritten. Weltweit bieten zahlreiche sehr namhafte Hochschulen seit Jahren zumeist völlig kostenlos bzw. sehr kostengünstig MOOC (= massive open online courses) an. Neben kurzen Kursen, um mehr Informationen zu einem spezifischen (wissenschaftlichen) Thema zu bekommen, können mit dieser Methode natürlich auch ganze Studien abgeschlossen werden. Informationen zu den Angeboten kann man sowohl über die jeweiligen Hochschulen direkt bzw. über verschiedenste kooperierende Plattformen wie der hier vorgestellten „FutureLearn“ (* Disclaimer – siehe unten) beziehen, die von der weithin bekannten Open University begründet wurde.   (Abb.: Logo der Plattform FutureLearn; (c) FutureLearn) Erste Eindrücke zur Plattform und den MOOCs Zu Jahresbeginn habe ich selbst erstmals an einem solchen MOOC teilgenommen, nachdem ich aus purem Zufall auf „FutureLearn“ einen Kurs über akademische Integrität entdeckt hatte – eine solche Gelegenheit musste ich einfach beim Schopfe packen! Noch ist es schließlich außergewöhnlich ein so komplexes Thema in der Öffentlichkeit angeboten zu bekommen. Nach einer sehr raschen und einfachen Registierung auf der Plattform, kann man sich sofort zu den Kursen anmelden. Die Auswahl ist wahrlich riesig: von Astrophysik bis zu Robotics, über Philosophie bis zu alten japanischen Kunstwerken, Kenntnisse über das Modebusiness bis hin zu Hirn-OPs u.v.m. kann man aus… Lesen Sie hier weiter!

Schreibdenken, Ulrike Scheuermanns Schreibkonzept, macht Lust auf Texte (Rezension)

Multitasking ist verpönt, und doch kann unser Kopf so vieles gleichzeitig oder nahezu parallel machen: reden und denken zum Beispiel, reden und gehen, schauen und denken, lesen und denken. Oder zumindest glauben wir fest daran dies alles (und viel mehr) gleichzeitig zu können, mal mit mehr, eher öfter mit weniger Erfolg. Die deutsche Psychologin Ulrike Scheuermann stellt in diesem Band ihr mittlerweile sehr bekanntes  Konzept des „Schreibdenkens“ genauer vor, das sie 2013 in Anlehnung eben dieser Beobachtungen und unter anderem entlang ähnlicher Prinzipien wie das Konzept des „Sprechdenkens“ von Geißner (1997) entwickelt hat. PatInnen standen auch die jahrzehntelang verfeinerten Schreibdidaktiken amerikanischer Hochschulen, die wohl seit jeher das Schreiben in den Wissenschaften radikal anders sehen, als dies an europäischen Hochschulen üblich ist. Hierzulande stoße ich doch häufig auf die Ansicht – von Lehrenden wie Lernenden gleichermaßen vorgebracht – nur ja bitte so wenig wie möglich schriftlich machen zu müssen. Als Einstieg wird in einem kurzen Interview mit Swantje Lahm, einer deutschen Schreibdidaktikerin aus Bielefeld, dies als europäisches Verständnis von Schreiben als „einsame und mühevolle Tätigkeit beschrieben“ (S. 34 f.). (Abb.: Cover des Buches “Schreibdenken”, (c) Verlag Barbara Budrich – UTB) In insgesamt sechs Kapiteln wird über die Entwicklung und das Konzept des Schreibdenkens ebenso gesprochen, wie über die Phasen der Schreibprozesse und Schreibtypen. Orientieren kann man sich hier entlang der 5 Phasen des kognitiven Schreibmodelles (S. 40 f.): Einstimmen, Ideen entwickeln, Strukturieren, Rohtexten, Reflektieren, Überarbeiten und Veröffentlichen   Struktur und Inhalt In Kapitel 4 und 5 kann man mit dem Methodenkoffer… Lesen Sie hier weiter!