Feedback – ein Geben und Nehmen (Teil 2/3)

BLOG-SERIE   Fallstricke ahoi! – Die wichtigsten Regeln des Feedbacks Vorige Woche habe ich mich mit einem sehr wichtigen soft/social skill beschäftigt: dem Feedback geben. Doch zum Feedback gehören immer mindestens zwei Personen dazu!   (Foto “Disagreement” von Michael Coghlan @ Flickr) Als Feedback-(An-)Nehmer: Formulierung – Anstatt ihre gesamten Memoiren in aller Ausführlichkeit zu beschreiben, beschränken sie sich auf eine möglichst klare Beschreibung ihres derzeitigen drängensten Problems (Was, wann, wo, wer, warum?). Essentiell kann es auch sein mit der wichtigsten Frage/Belastung zu schließen und auszudrücken, was sie im Kern beschäftigt (z.B. “Ich habe Sorge wegen meiner beruflichen Zukunft. Daher kann ich gerade nur schwer entscheiden welcher Weg der richtige ist/ bei welcher Firma ich anheuern soll. Was meinst Du, was ich tun soll?”)   Zuhören – Dies kaum ausgesprochen werden sie mit Feedback bedacht. Wie schon beim Feedback geben steht und fällt das Feedback bekommen mit dem zuhören. Dabei können durchaus auch kurze Pausen im Gespräch entstehen – ertragen Sie sie und geben Sie Ihrem Gegenüber Zeit zu reflektieren!   Ausreden lassen – Sie haben um die Meinung eines anderen gefragt, doch nun mag sie nicht ganz so daherkommen, wie ihnen das recht wäre. Vielen Menschen – mich inklusive – fällt das zuhören um so vieles leichter, wenn es in der Aussage nicht um sich selbst geht. Das “Ja, aber …!” liegt einem so rasch auf der Zunge. Nun heisst es aber sich selbst zu gedulden und zu beherrschen, dann lernen Sie am meisten aus dem Feedback!   Neutral –… Lesen Sie hier weiter!

Studierende (heraus)fordern – Feedback und Rückfragen

Vor kurzem habe ich auf meiner Facebook-Page von einem Statement berichtet, dass Studierende von Unterrichtenden und Betreuenden zu hören bekommen (können): “Das weiß/ kann man doch!”.   Ein selten doofes Feedback Tatsächlich ist mir etwas Ähnliches in einer der ersten Vorlesungen, die ich besucht hatte, einmal selbst zu Ohren gekommen: eine Studentin (wir waren damals erst Anfang des 2. Semesters) hatte den vortragenden Professor sehr höflich gefragt, ob er den gerade erwähnten Fachbegriff (ein komplizierter Gattungsname altgriechischen Ursprungs) bitte an die Tafel schreiben oder buchstabieren könnte. Dieser hat das Anliegen wutentbrannt zurückgewiesen und sich mit der Aussage „Wenn Sie nicht mal schreiben können, brauchen Sie erst gar nicht zu studieren anfangen!“ aggressiv jegliche weitere „kindische Störung“ des Unterrichts “verboten”.   (Foto “Noch Fragen?” von bettybraun @ Flickr)   Achtung, Achtung, da kommt eine Rückfrage! Schnell weg! Besonders bezogen auf das Thema wissenschaftlich Arbeiten und Schreiben liegt in einer solch pauschalen Ansicht, was alles bereits vorauszusetzen sei, wenn jemand ein Studium beginnt, eine große Gefahr. Klar ist, Maturanten sind natürlich durch die Schulzeit in einigen wesentlichen Punkten (Texte sinnerfassend lesen, zusammenfassend oder argumentativ beschreiben, Kurzreferate halten, usw.) ausgebildet, auch gehört Latein immer noch zum Kanon an vielen Gymnasien. Dennoch, man kann als StudentIn nicht bereits wie einE WissenschafterIn „denken“ und agieren und alle wissenschaftlichen Fachtermini kennen!   Fordere mich doch heraus! Studierende herauszufordern ist natürlich wichtig und richtig, doch setzt man zu bald zu viel voraus und würgt man gleichzeitig jede Form von Rückfragen ab, tötet man die im weiteren Studienverlauf… Lesen Sie hier weiter!